Unimog-Kommunaltag im Allgäu, Bayerische Gemeindezeitung


Gemeinde Wald:

Faszination in RAL 2011

Unimog-Kommunaltag im Allgäu


Die Unimog-Generalvertretungen (UGV‘en) Henne Nutzfahrzeuge GmbH aus Kirchheim und Wilhelm Mayer GmbH & Co. KG aus Neu-Ulm luden nach beinahe zweijähriger Pause ihre kommunalen Kunden, insbesondere die Mitarbeiter von Bauhöfen und Straßenmeistereien, zum Kommunaltag auf den Berghof Babel in Wald im Allgäu ein. Auch Kunden der UGV Knoblauch GmbH aus Immendingen waren zu Gast. Präsentiert wurde Neues rund um den Unimog und seine „kleineren Artverwandten“, also wendige Geräteträger, die in den Bereichen zum Einsatz kommen, für die der Unimog zu groß ist. Und so leuchtete es in der Gemeinde Wald schon von weitem in kommunal-orange – die gebräuchliche Bezeichnung für den Farbton RAL 2011. Die Repräsentanten der UGV’en Thomas Rieger von Henne Nutzfahrzeuge und Tim Oßwald von Wilhelm Mayer freuten sich über mehr als 300 Fachbesucher.

„Insgesamt haben uns 16 Partner bei der Durchführung dieses Informationstags unterstützt“, lobte Rieger das Engagement der Firmen und Oßwald ergänzte: „Nur dank der Hilfe unserer langjährigen Partner können wir die Vielseitigkeit des Unimog präsentieren, denn erst die Anbaugeräte ermöglichen die vielen Anwendungen.“ Als besonderes Prunkstück wartete ein nigelnagelneuer Unimog U 535 auf die Besucher, mit 354 PS das momentan stärkste Arbeitstier im Unimog-Programm mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16,5 t und einem Gesamtzuggewicht von max. 40 t. Erst am Vorabend der Veranstaltung konnte Rieger das neue Fahrzeug in Empfang nehmen und überführte den U 535 persönlich von Kirchheim nach Wald, insgesamt knapp 140 km. Das erlaubte ihm, sich selbst von einem angenehmen, entspannten Fahrgefühl zu überzeugen. Bei diesem neuen Modell wurde auf den besonderen Komfort geachtet. Das Fahrzeug lässt sich auch bei niedrigen Geschwindigkeiten gut rangieren. Bei der Auswahl eines Fahrzeugs, das ständig im Einsatz sein soll, ist es besonders wichtig auf den Sitzkomfort des Fahrers zu achten. Schließlich ist die Fahrerkabine genauso Arbeitsplatz, wie für manch anderen der (inzwischen höhenverstellbare) Schreibtisch und der ergonomisch angepasste Drehstuhl. Auf die Frage nach eventuellen Lieferschwierigkeiten kann Thorsten Heinzelmann, Regionalleiter Vertrieb Unimog bei der Daimler Truck AG in Wörth, beruhigen: „Mit drei bis vier Monaten Lieferzeit bekommt man seinen Unimog immer noch relativ schnell.“

Im Kommunaleinsatz und in der Straßenunterhaltung zählen Wirtschaftlichkeit, Leistung, Umweltfreundlichkeit und Flexibilität. Der Unimog vereint als robuster Geräteträger genau diese Eigenschaften. Wie kein anderes Fahrzeug lässt sich der Unimog daher in der Arealpflege in Städten und Gemeinden und im Straßenbetriebsdienst einsetzen. Auch die regelmäßig notwendige Bankettpflege kann mit einem Unimog in nur einem Arbeitsgang und von nur einer Person erledigt werden. Was es bei der Bankettpflege besonders zu beachten gilt, wurde im ABC der Kommunaltechnik in Ausgabe GZ 5/2022 dargestellt. Die für die Bankettinstandhaltung mit dem Unimog passenden Anbaugeräte liefert die Firma AS-Baugeräte, die als Partner mit auf dem Kommunaltag vertreten war und die sich „Ein Fahrzeug! Eine Überfahrt! Drei Arbeitsabläufe!“ auf die Fahnen geschrieben hat. Die Effektivität des Bankettverdichters Typ PV 5000 bspw. wurde durch die Kombination mit einer Kehrmaschine erhöht. So kann, ohne zusätzlichen Aufwand, die Straße im Bankettbereich gleichzeitig abgefräst, verdichtet und gereinigt werden. Vorgestellt wurde auch eine Asphaltfräse Typ ASF 500 FM, die mit sehr kurzen Rüstzeiten auskommt. Sie eignet sich besonders für die partielle Asphaltreparatur.

Die gesamte Ausstellung zog nach einem intensiven Tag weiter nach Neumarkt in der Oberpfalz. Auch hier wurden knapp 300 Besucher erwartet, die sich selbst ein Bild von der unglaublichen Einsatzvielfalt des Unimog machen wollten. Rieger sagte selbst voller Überzeugung, dass die derzeitigen Unimog-Modelle „in Sachen Qualität, mit die Besten sind, die Daimler je hergestellt hat.“ Richard Karg, Vertreter der Knoblauch GmbH, ergänzte, dass mit dem Einsatz von aus dem Flugzeugbau stammenden Faserverbundwerkstoffen für die Karosserie der Unimog „praktisch nicht mehr rosten kann. Und das ist extrem wichtig, schließlich ist der Unimog im Winterdienst ständig Streusalz ausgesetzt.“ Oßwald fügte an, dass natürlich auch der hohe Wiederverkaufswert des Unimog nicht außeracht gelassen werden dürfe: „Die Fahrzeuge sind teils auch nach langjährigem Arbeits-Einsatz sehr gut zu verkaufen. Kaum ein Fahrzeug ist so wertstabil wie ein Unimog.“


Bayerische Gemeindezeitung, erstellt Constanze von Hassel; Bildquelle: Constanze von Hassel







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